Es war einmal an einem glühend heißen Sommersamstag, nämlich dem 05.07.2025, als sich die tapferen Recken und Heldinnen der „Friday Knights“ aufmachten, um beim jetzt schon legendären Überfliegerturnier der HGN in Nürnberg ihre Hockeykünste unter Beweis zu stellen. Der Name war dabei Programm – denn nicht nur der Ball flog über den Platz, sondern auch so manche ambitionierte Spieler mit Muskelkrampf.
Schon bei der weiten Anreise teils über 4-5 km war klar: Das wird kein Spaziergang. Temperaturen jenseits der 30 Grad, der Kunstrasen heiß wie eine Herdplatte, und die größte Herausforderung: den Weg zwischen Spielfeld und Bierstand nicht zu unterschätzen.
Okay, bis hier wars übertrieben, das Turnier fand zum ersten Mal statt und nur einer unserer Spieler musste kurz vor Turnierbeginn noch vom Tresen losgeeist werden.
Doch die „Friday Knights“ wären nicht die „Friday Knights“, wenn sie nicht mit Schweiß, Stil und einer ordentlichen Portion Selbstironie zu Werke gehen würden. Gleich im ersten Spiel gegen die „Rotmainenten“ zeigten sie, wo der Hockey-Schläger hängt: Ein umkämpftes 1:0 – dank einer konzentrierten Teamleistung, einer wahnsinnig schlechten Chancenverwertung und einem Treffer, der unter den Begriff „Kunstwerk“ fällt (oder zumindest unter „gewollt, aber gekonnt“).
Im zweiten Gruppenspiel wartete mit „Hoggy Gwerch“ aus Erlangen eine ebenso hitzebeständige Truppe. Trotz der sengenden Sonne wurde der Ball munter hin und her geschoben, die Knochen knirschten altersbedingt, die Schweißbänder wurden literweise getränkt – am Ende ein verdientes 1:1, das durch Kampfgeist und einem grandiosen Tor aus spitzestem Winkel gesichert wurde.
Spiel Nummer drei gegen die „Krummholzstocherer“ wurde zum nächsten Krimi. In einem Spiel, das vor allem durch spektakuläre Ballverluste und verzweifelte Sprintversuche im Zeitlupentempo glänzte, bewiesen die Knights ihre Cleverness – wir netzten per 7m eiskalt zum 1:0-Sieg ein. Damit war der Einzug ins Halbfinale perfekt!
Und dann kam der große Auftritt des Mannes, den man im Team nur ehrfürchtig „den Pharao“ nennt. Im Halbfinale gegen „Die Goldschläger“ zauberte er nicht nur am Schläger, sondern tanzte auf dem Feld den Gegnern förmlich davon. Zumindest einmal, dann war die Kondition aufgebraucht. Egal Zauberkunst auch neben der Platte!
Das Finale war erreicht!
Eigentlich mussten oder wollten einige Spieler nur ein paar Spiele machen und dann schweren Herzens abreisen. Doch die Familie und sämtliche Verabredungen wurden überzeugt, abgesagt und verlegt. Finale. Wir spielen alle gemeinsam. Guacamole kann warten.
Der Preis des Erfolgs: schweißgetränkte Trikots, Muskelkrämpfe an Stellen, die manche nicht mal benennen können, und ein Wasserverbrauch, der jedes Freibad neidisch gemacht hätte. Besonders beeindruckend: Ein vollkommen Wahnsinniger, der binnen Sekunden vom spielfähigen Verteidiger zum Zuschauer bei der DTM wechselte und zurück.
Im großen Finale warteten noch einmal die Erlanger. Trotz unermüdlicher Abwehrschlacht der Erlanger 😉 und einem Torwart, der zur Krake mutierte, mussten sich die Friday Knights am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Doch das Ergebnis rückte schnell in den Hintergrund, als die wohlverdienten Kaltgetränke gereicht wurden und der Grill heiß lief.
Denn beim Elternhockey geht’s nicht nur ums Tore schießen – sondern ums Zusammenrücken, Lachen, neue Freundschaften und diesen wunderbaren Mix aus Sportsgeist und geselligem Wahnsinn.
Am Ende bleibt ein stolzer 2. Platz, die Erkenntnis, dass auch neue Spieler super eingebunden werden, sich jeder trauen darf, zu spielen und ein legendärer Tag, über den man im Clubhaus sicher noch lange sprechen wird. Zumindest bis zum nächsten Training.
Friday Knights – wir kamen, wir spielten, wir schwitzten.
Training: aktuell immer Freitag ab 19:30
nächste Legendenbildung: Havelfritzen-Cup 12. bis 14.09.2025