Die Albatros-Taktik – wie man sich breit macht

N·H·T·C Knaben C beim Bärchen Cup in Berlin beim SC Charlottenburg am 16. und 17.09.2017

Ergebnisse Vorrunde Gruppe

N·H·T·C – Braunschweiger THC  0:1
N·H·T·C – Der Club an der Alster  1:1
N·H·T·C – Harvestehuder THC  0:2
N·H·T·C – SC Charlottenburg II  6:0
N·H·T·C – Hannover 78  11:0

Platzierungsrunde

N·H·T·C – SC Charlottenburg I  3:0
N·H·T·C – Der Club an der Alster  0:0

Am Ende des Sommers zur schönen Septemberzeit kann man den kürzlichen Schulbeginn nochmal ein Wochenende lang vergessen und fährt zum Bärchen Cup beim SC Charlottenburg nach Berlin. Unsere Knaben C folgten der Einladung natürlich und so mancher freute sich auf ein Wiedersehen mit den Berlinern. Nach der weiten Fahrt waren auch alle rechtzeitig eingetroffen und so waren wir gut gerüstet mit neun Spielern am Start. Und das Wetter spielte auch mit – alle Prognosen, die verregnete Spiele ankündigten, waren so falsch, wie man es sich nur wünschen konnte. Wir waren natürlich voller Zuversicht, auch wenn es gegen Gegner gehen sollte, auf die wir sonst nicht treffen und die wir nicht so gut kennen. Die Clubs aus ganz Norddeutschland, natürlich die Hamburger Clubs und dann wir Südländer mit Überraschungspotenzial sozusagen.

Als weit Anreisende durften wir am Samstag auch ein wenig länger ausschlafen und stiegen erst kurz nach elf Uhr ins Turnier ein. Es ging zunächst gegen den Braunschweiger THC. Und das wurde ein mühsames Spiel! Dies hatte man wohl so nicht erwartet, vielleicht sogar ein wenig auf einen leichteren Gegner zum Beginn spekuliert. Aber die Braunschweiger traten sehr kompakt auf und der N·H·T·C tat sich schwer, sich da richtig rein zu beißen und dem Gegner Probleme zu bereiten. Kurz vor Schluss kam es dann zu einer Situation, in der man die Kugel nicht aus dem Kreis heraus bekam. Nach einigen erfolglosen Versuchen in Serie machten die Braunschweiger das entscheidende Tor und es blieb dann keine Zeit mehr, das Spiel noch zu drehen. Da war Pech dabei und unsere Spieler waren schon recht angesäuert!

Nach kurzer Pause wartete dann der nächste sicherlich nicht leichte Gegner, Der Club an der Alster. Aber wir glaubten an unsere Chancen. Also den Ärger von vorhin vergessen und ran ans Werk! Das war dann auch ein ordentlich gutes Spiel und da mochte mancher schon auf einen Sieg hoffen. Das klappte dann aber nicht ganz und man trennte sich am Ende Unentschieden.

Nach der Mittagspause war dann Harvestehude der nächste Gegner, und wieder entwickelte sich so ein zähes Spiel, auf das man nicht wirklich so richtig Zugriff bekam. Harvestehude spielte aber auch sehr stark mit sicherer Abwehr und schnellen Kombinationen nach vorne. Der N·H·T·C machte ein ordentliches Spiel, keine Frage, aber dieses Mal musste man anerkennen, dass der Gegner hier den besseren Tag erwischt hat.

Es war also nun früher Nachmittag und beim N·H·T·C überlegte man nun schon, was noch möglich sei und wie man die beiden weiteren Spiele vielleicht doch noch besser hinkriegen könnte. Und da waren natürlich Taktikfüchse gefragt. Nachdem die ersten Spiele in einem 3-2-1 System gespielt wurden und das Spiel oft zu sehr durch die Mitte ging, wurde nun umgestellt. Das Spielzentrum wurde umorganisiert. Man wollte das Spiel über die Flügel verbessern. Man ging nun mit der extra breiten Albatros-Taktik in die Partie gegen Charlottenburg. Das zeigte Wirkung! Die Mannschaft spielte über außen, wie aus einem Guss, der Platz war ja schon fast zu schmal! Das war was zum Ansehen, es ging mit einem deutlichen Sieg weiter.

Das Konzept der Stunde – die Albatros-Taktik!

So ging es dann auch gegen Hannover. Was folgte kann man sich anhand des Ergebnisses gut vorstellen. Zweistellig fiel der Sieg aus gegen einen völlig überforderten Gegner.

So, jetzt war die Laune richtig gut, der Samstagabend war gerettet. Den verbrachten wir beim Italiener. Das war dort sehr gut – Dank an die Betreuung, die das organisiert hatte. Es wurde ein sehr schöner Abend und die letzten mögen sehr spät erst zu Bett gegangen sein.

Für den Sonntagmorgen musste man dann natürlich das Schlimmste befürchten! Alle unausgeschlafen und Katastrophenspiele, oder? Das hatten wir bisher fast immer, dass der Sonntag zum Vergessen war. Aber nein, es kam ganz anders. Gegen die Mannschaft eins des SC Charlottenburg, aus der manch Spieler einigen der unseren noch bestens als Übernachtungsgast beim Red Sox bekannt war, ging es nun. Und man war vor dem Gegner gewarnt, der in der anderen Gruppe immerhin Polo Hamburg hinter sich gelassen hatte. Aber die Albatros-Taktik zeigte auch jetzt wieder Wirkung! Die Charlottenburger kamen damit nicht zurecht und am Ende stand ein klares und ungefährdetes 3:0.

Also stand der N·H·T·C im Spiel um Platz 5 und da wartete schon wieder Der Club an der Alster! Also nach der Mittagspause noch einmal Konzentration. Was dann folgte war nicht ganz so erwartet worden. Unser Team war hoch überlegen, reichlich Torgelegenheiten ergaben sich und Alster hatte wahrlich kaum etwas zu bestellen! Aber es wollte einfach kein Tor fallen. So trennte man sich tatsächlich 0:0 – was gegen den renommierten Gegner ja keine Schande ist – aber bei dem Spielverlauf hätte wirklich (fast) jeder unseren Jungs den Sieg gegönnt. Es wäre hoch verdient gewesen! So waren nun doch einige etwas frustriert, ob der liegen gelassenen Torchancen.

Mit der Siegerehrung ging das Turnier zu Ende und mit Platz 5 von 12 Teams haben wir bei den Hamburg-Spielen in Berlin also wieder einigen Clubs ordentlich Paroli geboten. Es war ein prima Wochenende, das Wetter hat gepasst, was ein Glück, und die Späße waren auch reichlich genug. Wer nächstes Jahr noch bei den Knaben C sein wird, mag sich auf eine Neuauflage freuen, die anderen nehmen viele schöne Erinnerungen mit auf die lange Heimreise.

Gespielt haben für die Knaben C: Tom im Tor, Peter, Moritz, Konrad, Linus, Jakob, Niel, Paul, Quirin.

Betreut und gecoacht wurde die Mannschaft von Simon und Philipp.

Text: Steffen Beeth, Fotos: Regina Beeth

 

 

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