
1. Herren mit Licht und Schatten
Einem klaren Sieg gegen Rüsselsheim folgte eine enttäuschende Niederlage gegen Frankenthal
NHTC 5:2 Rüsselsheimer RK
Durch einen nie gefährdeten Sieg gegen den Rüsselsheimer RK gewinnt der Nürnberger HTC auch das zweite Spiel der Abstiegsrunde.
Die Begegnung begann fast schon wie gewohnt mit einem Gegentor der Gäste. Schon nach zwei Minuten brachte Oliver Domke die Hessen in Führung, als die Abwehr der Gastgeber noch etwas schläfrig den Routinier völlig frei aus halblinker Position zum Schuss kommen ließ.
Doch die Franken ließen sich durch den Gegentreffer nicht aus ihrem Konzept bringen und Christian Tausendpfund egalisierte die Führung schon drei Minuten später, als er mit einem unhaltbaren Schlagschuss Torwart Späck zum erstenmal überwinden konnte.
In der Folge konnten sich die Gastgeber eine deutliche Feldüberlegenheit erarbeiten. Doch die Angriffsbemühungen brachten zunächst keinen zählbaren Erfolg. So dauerte es bis zur 25. Minuten als Woesch einen Siebenmeter für die Nürnberger zur 2:1 Führung verwandeln konnte. Goalie Späck hatte zuvor in Ringer-Manier gleich mehrfach Jordan am Einschieben der Kugel gehindert.
Nach der Pause verstärkte sich das spielerische Übergewicht der Siedler. Rüsselsheim kam immer seltener in Schusskreisnähe der Franken und schien es nur eine Frage der Zeit, bis Nürnberg seine Führung ausbauen würde. Nach der dritten vergebenen Strafecke war es dann soweit. Die vierte Gelegenheit ließ sich Woesch dann nicht nehmen und netzte flach zur 3:1 Führung ein (48').
Mit nachlassender Gegenwehr der Hessen schaltete sich jetzt auch Kapitän Müller immer häufiger in die offensiven Aktionen der Gastegeber ein und Nürnberg erspielte sich Chancen fast im Minutentakt. Schließlich war es Seibold, der sich schön halbrechts in den Kreis durchsetzten konnte und das 4:1 erzielte. Danach wurde die Begegnung vorübergehend etwas ruppig, denn die Gäste versuchten durch verstärkten Körpereinsatz mitzuhalten. Gleichzeitig schaltete Nürnberg mit der beruhigenden Führung im Rücken einen Gang zurück und suchte jetzt seine Chance in schnell vorgetragenen Kontern. Nachdem Rüsselsheim zwei Minuten vor Schluss der Partie nach einer Eckenvariate auf den herausgebenden May der 4:2 Anschlusstreffer gelang, erzielte fast mit dem Schlusspfiff Wesley nach einem schönen Doppelpass mit Mahdi noch den 5:2 Endstand.

Ein auf Grund der spielerischen Überlegenheit und mannschaftlichen Geschlossenheit der Gastgeber verdienter Sieg, der auch in der Höhe dem Spielverlauf gerecht wird.
Nürnberger HTC: Steffen König (T), Adrian Amon, Christoph Brandes, Joscha Brügel, Florian Gebhard, Maximilian Jordan, Christof König, Götz Mahdi, Maximilian Müller (C), Christoph Müsgens, Benjamin Seibold (1), Tim Stulle, Christian Tausendpfund (1), Christopher Wesley (1), Florian Woesch (2), Frederic Wolff
Rüsselsheimer RK; Andreas Späck (T), Christian Minar, Frank Trautmann, Falk May (1), Mirco Fuchs (C), Nico Lange, Oliver Domke (1), Julian Wuttke, Thorsten Küffner, Thomas Jost, Jan Petersen, Jonas Hof, Felix Seitz, Justus Kölln, Tobias Wuttke
Strafecken: NHTC 7/1, Rüsselsheim: 2/1, Siebenmeter: NHTC 1/1, Gelbe Karten: Rüsselsheim 1
Schiedsrichter: Stephan Leiber, Daniel Gruss
Nürnberger HTC 2:3 n.P. TG Frankenthal
Zu Beginn der Partie sah alles nach einem Sieg der Gastgeber aus. Schon beim ersten Angriff kam Gebhard nach Zuspiel von Brügel frei vor dem Tor Frankenthals zum Abschluss, doch sein Schuss strich knapp über das Gehäuse. Diese Spielsituation sollte symtomatisch für die dann darauf folgenden 69 Minuten sein: Die Kugel wollte einfach nicht so recht ins Tor - egal wie klar die Chance zum Einschuss auch war. Entweder man verfehlte das Tor der Gäste oder ein glänzend aufgelegter Goalie Carsten Peikert hielt die Kugel auf.
So war es auch ein Abwehrspieler der Franken, der zunächst die Führung herstellte. König setzte sich schön zentral an zwei Gegenspielern in den Kreis durch und erzielte mit einem satten Flachschuss die 1:0 Führung der Gastgeber. Doch die sollte nicht von langer Dauer sein, denn schon vier Minuten stellt Trump auf Seiten Frankenthals den Ausgleich zum 1:1 her. In der Folge kam Frankenthal gleich zu drei Strafecken, die jedoch alle von König im Tor der Siedler pariert wurden, bevor sich dann das Übergewicht Nürnbergs wieder verstärkte. Doch alle guten Gelegenheiten der Franken führten nicht zum Erfolg, selbst ein Siebenmeter durch Kapitän Müller wurde von Peikert im Tor der Gäste pariert und die Mannschaften verabschiedeten sich mit dem 1:1 Unentschieden in die Pause.
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte verstärkte sich der Druck der Franken auf das Tor Frankenthals weiter. Doch ganz gleich wer zum Abschluss kam, die Kugel fand nicht den Weg ins von Peikert gut gehütete Gehäuse. So kam es schließlich wie es kommen musste und die schlechte Chancenauswertung der Franken wurde prompt bestraft. Nach einem der immer seltener gewordenen Angriffe der Gäste konnte Zilg die vierte und letzte Strafecke Frankenthals zur 2:1 Führung verwerten. Halbhoch schlug in der 50. Minute sein Schlenzball ins Tornetz Nürnbergs ein.
Eine drohende Niederlage vor Augen warf Nürnberg jetzt alles nach vorne - ohne jedoch von Erfolg belohnt zu werden. Sogar drei Strafecken in kurzer Folge konnten das Ergebnis nicht wenden. Zweimal parierte erneut Keeper Peikert, einmal strich ein Schlenzball von Müller nur Zentimeter am Gehäuse vorbei.
Drei Minuten vor Schluss der Partie brachte dann ein erneuter von Woesch verwandelter Siebenmeter den dann zwar glücklichen aber verdienten Ausgleichstreffer zum 2:2 und das Penaltyschießen musste über den noch zu vergebenden Punkt entscheiden.
Nach den vorausgegangenen 70 Minuten war eigentlich schon vorher klar, wer dieses gewinnen sollte: Weder Wesley, Gebhard noch Müller konnten Goalie Peikert überwinden - auf Frankenthaler Seite verwandelte Schmietenknop schließlich seinen Penalty.
Letztlich ein nicht ganz unverdienter doppelter Punktgewinn Frankenthals, das aus einer starken Abwehr um Kapitän Bump und Torwart Peikert agierte und mit Zilg und Trump über zwei immer gefährliche Angreifer verfügte. Nürnberg hatte genügend Chancen das Spiel für sich zu entscheiden, doch allzu sorglos wurden diese vergeben.
Somit bleibt die Abstiegsrunde der 1. Bundesliga weiter spannend und nach der Hinrunde konnte sich keine Mannschaft deutlich absetzen. Nürnberg führt mit nur einem Punkt Vorsprung die Tabelle an, dicht dahinter folgen Rüsselsheim und Frankenthal, Rheydt liegt ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz.

Nürnberger HTC: Steffen König (T), Adrian Amon, Christoph Brandes, Joscha Brügel, Florian Gebhard, Maximilian Jordan, Christof König (1), Maximilian Müller (C), Christoph Müsgens, Alexander Schmidt, Benjamin Seibold, Tim Stulle, Christian Tausendpfund, Christopher Wesley, Florian Woesch (1), Frederic Wolff
TG Frankenthal: Carsten Peikert (T), Maurice Beck, Fabian Minor, Marc Beck, Alexander Larbig, Eike Bump (C), Christian Richter, Norman Hahl, Benjamin Otto, Philip Schlageter, David Jameson, Christian Trump (1), Timo Schmietenknop, Nikolai Straszewski, Holger Schröder, Fabian Zilg (1)
Strafecken: NHTC 7/0, Frankenthal: 4/1, Siebenmeter: NHTC 2/1, Gelbe Karten: Frankenthal 1 |